Glad Påsk - Frohe Ostern!
Ja, nu isses wieder so weit, der Hase hoppelt durch die Gegend und versteckt Eier. Halt, nee, nich in Schweden! Denn die Schweden sind schlau und wissen, dass ein Hase nix mit Eiern am Hut hat, und außerdem lassen sie ihre Blagen in dieser Jahreszeit noch nicht durchs Unterholz krabbeln auf der Suche nach Schokolade. Nein, hier bekommen die Kinder einfach ein kitschig-buntes Ei aus Pappe überreicht, das mit Süßigkeiten gefüllt ist. Und sonst so? Wer aufmerksam "Die Kinder von Bullerbü" gelesen hat weiß, dass sich Kinder am Gründonnerstag gerne als Hexen verkleiden und von Tür zu Tür gehen, um dann von den Nachbarn Süßigkeiten zu bekommen (also ein bißchen wie Halloween). Kommt daher, dass im Volksglauben am Gründonnerstag die Hexen auf ihren Besen zum Blåkulla (also sozusagen dem Blocksberg) geflogen sind, um da mi
t dem Teufel mal ordentlich Party zu machen. Eine putzige Tradition gibt es hier am Karfreitag (ich weiß nicht, ob das wirklich gemacht wird, aber man kann es zumindest nachlesen): Früher hat man sich gegenseitig mit Reisigzweigen eins übergebraten und ein bißchen Sadomaso-mäßig rumgepeitscht, um an das Leid Christi zu erinnern. Heute macht man sich wohl einen Spaß daraus, denjenigen in der Familie zu piesacken, der als längster im Bett liegt (na, da weiß ich ja schon, wen es erwischen wird, wenn ich mal eine Familie habe...). Besagte Reisigzweige sind übrigens mit bunten Federn versehen hier DER angesagte Osterschmuck. Tja, ansonsten ist es wohl wie in Deutschland: man freut sich über vier freie Tage am Stück (so lange man nicht im Einzelhandel arbeitet, die Geschäfte haben nämlich wie immer geöffnet) und fährt mal wieder Omma und Oppa besuchen auf dem Land, um sich bewirten zu lassen.


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