Sonntag, Juni 25, 2006

Franz

Eigentlich bin ich ja kein Tierfreund, aber er war plötzlich da, der Franz. Und was bleibt einem da anderes übrig, als ihn sofort ins Herz zu schliessen? Gross und schwarz kommt er in der Dämmerung hervorgekrochen aus seinem Versteck und hält dann die ganze Nacht vor meinem Schlafzimmerfenster Wache, guckt auf das bunte Treiben der Stadt und passt auf, dass mir nichts passiert. Der Franz. Ich hoffe nur, dass ihm nicht irgendwann kalt wird in der Zugluft, und es ihn zu mir ins Warme zieht. Und ich weiss auch, warum ich nie das Fenster öffne, sondern nur die Lüftungsschlitze, die mit Filterwolle ausgestopft sind und sonst alle anderen Fenster und Türen in der Wohnung zum Lüften aufreisse... Nun ja, aber was will man machen. Der Franz. Der tut doch nichts, der will doch nur spielen...