Prolog
Wir schreiben das Jahr 2009. Fahre zum ersten Mal Ski. Bin restlos begeistert. Will das wieder. Mobilisiere deswegen Freunde und Freunde von Freunden, wir sind zum Schluss 14 Leute. Michael berichtet, dass seine Firma 2 Hütten in Björnrike hat. Können billig gebucht werden. Wir schlagen zu. Wir planen. Hausaufteilung, Autos, Einkäufe, Ablauf. Teilen uns auf ins „Sportlerhaus“ und ins „Partyhaus“. Die vom Sportlerhaus sind die, die soviel Skifahren wollen wie möglich: Simone, Dietmar, Michael, Stephie, Linn, Annika und Jens. Die vom Partyhaus sind die, die erstmal ausschlafen und sehen wollen, was der Tag so bringt: Simone, Micha, Wiebke, Bert, Janis, Thorsten und ich. Vorfreude. Kurz vor der Abreise dann ein Dämpfer - Simone und Micha müssen im letzten Moment absagen, da Simone an den Händen operiert werden muss :-(
Mittwoch, 17. Februar 2010
15:43
Mit quietschenden Reifen halten Wiebke und Bert mit dem Mietwagen vor meinem Haus. Starren entsetzt auf mein ganzes Gepäck. Stopfen aber alles ins Auto. Wir geben Gas. Next stop Systembolaget, der schwedische Alkoholladen. Laden den Wagen voll mit Bier und Wein.
17:09
Halten mit quietschenden Reifen und nur einigen Minuten Verspätung vorm Eingang der SEB-Hauptzentrale. Die Glastüren öffnen sich, Janis kommt uns lässig schlendernd mit einem klitzekleinen Reisetäschchen über der Schulter cool lächelnd entgegen und gesellt sich zu uns. Juhuu, auf in den Urlaub – wir freuen uns. Nächster Halt Supermarkt. Wiebke vergibt Aufgaben, wir schwärmen aus und holen was gebraucht wird.
18:41
Endlich auf der Autobahn gen Norden. 500 Kilometer vor uns und die Weite Schwedens. Schneegestöber.
18:56
Check. Das Auto mit Michael, Simone, Dietmar und Stephie und den Hausschlüsseln liegt ca. eine halbe Stunde vor uns. Gut.
20:42
Keiner will meine Kent-CDs hören.
20:58
Wann sind wir endlich da?
21:31
Uns ist langweilig. Wir kurbeln die Fenster runter und hängen alle lässig die Arme raus.
21:48
Es will immer noch keiner meine Kent-CDs hören.
22:05
Bert und ich fangen an, „Schere, Stein, Papier“ zu spielen.
22:35
Bert und ich spielen immer noch „Schere, Stein, Papier“.
23:08
Es will immer noch keiner meine Kent-CDs hören.
00:12
Das Ziel rückt näher. Check. Das Auto mit Michael, Simone, Dietmar, Stephie und den Hausschlüsseln liegt ca. eine Stunde hinter uns. WHAT?! Wie konnte das passieren? Michael versucht, uns damit zu trösten, das in Sveg, das wir gleich passieren werden, der größte Holzbär der Welt steht.
00:22
Parken neben dem größten Holzbären der Welt.
00:24
Zwei Autos mit örtlichen Jugendlichen, die sonst nicht wissen, was sie in dieser Einöde tun sollen, schliddern auf dem Parkplatz um uns rum. Wir werden beäugt. Für die Einwohner sind wir um diese Uhrzeit eine richtige Attraktion. Den Bären kennen sie ja auch schon.
00:43
Ich habe aufgehört zu fragen, ob jemand meine Kent-CDs hören möchte.
00:48
Bert und ich spielen immer noch „Schere, Stein, Papier“.
01:10
Passieren endlich das Ortsschild von Björnrike und halten an der Informationstafel. Checken, wo unser Haus liegt.
01:14
Finden die Straße, in die wir abbiegen müssen. Und ein „Durchfahrt verboten“-Schild in einem Schneehaufen. Das ignorieren wir und biegen ab. Versuchen 3x, den Berg hochzukommen. Ohne Erfolg; trotz Spikes an den Reifen. Einigen uns darauf, dass das Schild sicher seinen Sinn hat und nehmen einen anderen Weg. Der führt einen Berg mit weniger Steigung hoch. Wir schaffen es.
01:39
Parken vor unserem Haus. Hoffen, dass es einen Zweitschlüssel gibt, der irgendwo versteckt ist. Nein.
01:53
Wiebke und Janis haben eine Flasche Wein geleert. Bert und ich spielen immer noch „Schere, Stein, Papier“. Warten verzweifelt auf die Ankunft des Autos mit dem Schlüssel.
02:10
Haben ein Laptop dabei und DVDs. Das Wort Autokino bekommt eine neue Bedeutung. Sehen uns bei laufendem Motor im Auto „Bang Boom Bang“ an.
02:35
Michael, Simone, Dietmar, Stephie und der Hausschlüssel kommen. Können endlich, endlich rein.
02:40
Sind begeistert von der Hütte. Haben ein rotes Retro-Telefon. Wie bei James Bond. Mit Direktleitung zu M und dem Premierminister. Cool. Unten 3 Schlafzimmer, Bad, Sauna. Oben großer Koch-Ess-Wohnbereich mit Kamin; alles rustikal mit 80er-Jahre-Charme.
02:50
Janis macht Feuer. Bert und ich spielen „Schere, Stein, Papier“.
03:26
Liegen alle 4 auf dem großen Teppich, von dem wir nicht wissen wollen, was auf dem schon alles passiert ist, vor dem Feuer. Janis erklärt uns, dass man die deutsche Sprache vereinfachen könnte ohne den Sinn der Worte total zu verfälschen, indem man einfach „n“ durch „m“ ersetzt. Wir probierem das aus.
04:12
Wir überlegem, ob das Lied „Schmarzbraum ist die Haselmuss“ vom Heimo oder Roberto Blamco ist umd kriegem ums vor Lachem micht mehr eim.
04:38
Wir gehem emdlich ims Bett. Gute Macht.
Dommerstag, 18. Februar 2010
11:23
Wir treffem ums im der Küche umd machem Frühstück. Simd müde umd micht somderlich motiviert, heute auf die Piste zu gehem.
13:15
Telefomat mit dem Sportlerhaus. Die stehem tatsächlich am Skiverleih.
13:34
Thorstem kommt am umd wird mit großem Hallo vom ums empfamgem. Wumdert sich, weil wir so komisch sprechem umd amdauermd mit dem Premiermimister telefomierem.
14:23
Die Somme scheimt so schöm. Ziehem umsere Wimtersachem am umd gehem raus. Stapfem durch dem Schmee, schubsem ums im Schmeewehem umd bewerfem ums mit Schmeebällem.
14:43
Kommem am hiesigem Hotel am umd sehem ums um, checkem die Preise im Skiverleih umd holem ums Pistemkartem.
15:10
Kehrem völlig erschöpft vom dem Amstremgumgem des Tages im Pub eim umd gömmem ums was Warmes zu trimkem.
15:45
Holem vom zuhause 3 „Rodelgeräte“ aus Plastik umd gehem zu der Straße, die wir gesterm micht hochgekommem simd. Sausem im Affemzahm dem Berg rumter – falls wir ums micht gerade im eimer Schmeewehe festfahrem. Seeehr lustig...
16:12
Wiebke umd ich habem eime Abkürzumg gemommem mach Hause. Fimde tiefem Schmee so schöm umd bleibe eimfach liegem, gemieße die Stille umd sehe durch die Baumwipfel im dem Himmel. Damm kommem die Jumgs mit Gebrüll umd ich kamm micht rechtzeitig fliehem. Emdet im wildem Gemetzel umd Geschubse umd ich werde eimgebuddelt. Himterher sieht es himter umserem Haus aus als hätte eime Horde wilder Bärem dort getobt.
17:45
Die Jumgs schwitzem im der Sauma umd stürzem sich mackt im dem Schmee. Wiebke umd ich stehem reim zufällig auf dem Balkom. Jamis zwimgt mich, alle Fotos zu löschem. Memmo.
18:58
Bert umd ich spielem „Schere, Steim, Papier“.
19:40
Simd zum Essem ims Sportlerhaus eimgeladem. Bert telefomiert mit Miss Momeypemmy bevor wir ums auf dem Weg machem.
20:57
Umsere Schwabem Michael, Simome umd Dietmar servierem Kässpätzle. Boah, lecker.
22:13
Spielem das Werwolfspiel. Rede mal wieder zuviel, werde umschuldig verdächtigt umd himgerichtet. Hatte dabei schom wieder Recht umd wusste, dass Bert der Werwolf war. Hmpf.
00:30
Simd alle total müde umd gehem mach Hause. Ausserdem wollem auch wir morgem Skilaufem.
Machem trotzdem moch eim kleimes Feuerchem zuhause, das ist eimfach sooo gemütlich!
Freitag, 19. Februar 2010
08:00
Jamis umd Thorstem stehem auf umd machem ordemtlich Krach im Haus bis sie emdlich gehem.
11:03
Stehe widerwillig auf umd serviere Wiebke umd Bert Kaffee ams Bett. Mamchmal bim ich mett.
12:20
Wir drei machem ums auf dem Weg zum Hotel, leihem ums Skier umd kaufem eimem Skipass. Bim eim bisschem mervös. Michael holt ums ab, hat sich bereit erklärt, mich beim Skifahrem zu umterstützem.
12:53
Bert gewimmt mal wieder dem Preis fürs beste Outfit. Im seimer Lederjacke, der Fellmütze umd der Retro-Skibrille lässt er die restlichem Skifahrer im ihrem meumodischem wimd- umd wasserfestem High-Tech-Kumststoffdresses alt aussehem.
13:25
Fahrem im Amkerlift hoooch auf dem Berg. Schluck. Herauskommem aus dem Lift ist das Schwierigste, umd ich bim heilfroh, dass ich micht hämgembleibe umd kopfüber wieder mach umtem geschliffem werde. Meim, damk Michaels Hilfe schaffe ich es umbeschadet aus dem Lift.
13:34
Es wird Ermst. Ich erimmere mich am meimem erstem Versuch vom letztem Jahr, atme eimmal tief durch umd fahre lamgsam, lamgsam los im Pflug... es geht doch besser als erwartet.
13:38
Uuuuuuuuuuuuaaaaaaaahhhh, wie hält mam mochmal am......????
13:39
Plumps.
15:24
Sitzem im Pub. Stolz. Bim viermal eime grüme Piste rumtergefahrem umd imsgesamt mur 2x gefallem. Michael hat mir toll alles erklärt, wie mam bremst umd wedelt umd die Skier parallel macht. Bim immer moch total verwumdert, dass mam so schmelle Fortschritte macht! Voll glücklich.
17:10
Heute simd wir am der Reihe, das Sportlerhaus zu bekochem. Jamis, der Bolo-Kömig, fämgt am, Hackfleisch zu bratem für die Lasagme. Wir amderem machem dem Rest. Bert umd ich spielem „Schere, Steim, Papier“.
17:59
Weil ums eim Mixer fehlt zertrümmerm Bert umd Thorstem die tiefgefroremem Früchte für umsere Margarita per Hamd umd sehem amgestremgt aus.
18:35
Die Jumgs erholem sich im der Sauma vom dem Amstremgumgem im der Küche. Wieder wälzem sie sich damm im Schmee umd kreischem umd jaulem dabei wie verrückt.
19:20
Wiebke umd ich erholem ums im der Sauma vom dem Amstremgumgem im der Küche. Wir wälzem ums auch im Schmee umd kreischem umd jaulem dabei micht halb so viel wie die Jumgs.
20:16
Umsere Freumde vom Sportlerhaus kommem. Wir trimkem Margarita zur Begrüßumg. Das Zeug ist so lecker, dass ich davom umgefähr 4 Liter trimkem kömmte. Der Tequila hat aber mur für 12 Gläser gereicht. Mist!
20:43
Wir essem eimem Haufem kleime Vorspeisem, tischem Jamis' Lasagme auf, zwimgem alle, auch moch Machtisch zu essem umd habem alles im allem eimem lustigem Abemd. 
22:38
Jamis erzählt allem vom seimer Idee, dass n gegem eim m zu tauschem.
22:41
Dietmar bemerkt, dass das erste m bei „Schmarzbraum“ vollkommemer Schwachsimm ist, weil es gar keim n ersetzt, somderm eim w. Stimmt. Sowas.
00:00
Ammika hat Geburtstag. Thorstem hat ihr eimem Schmeekuchem gemacht, verziert mit Mamdarimem umd Paprikapulver umd mit Kerzem drim, der alte Charmeur. Ich bim wahmsimmig gerührt, Ammika fimdet's glaub ich schade, dass ihr Jems micht auf so eime tolle Idee gekommem ist.
00:45
Umsere Gäste gehem, wir machem es ums gemütlich. Bert hat heute sehr viel Bier getrumkem umd zeigt ums zum erstem Mal, dass er auch richtig gut tamzem kamm.
01:35
Thorstem kümdigt am, dass er ims Bett geht, weil er morgem früh raus muss, um dem Heimweg mach Stockholm amzutretem. Wiebke umd ich werfem ums eimem Blick zu umd schlagem dem Jumgs vor, gemeimsam moch eimem Abschiedsdrimk zu mehmem.
01:37
Wiebke umd ich ziehem ums heimlich um. Skihosem umd Fleecejackem am. Mützem auf. Sommembrillem. Lippemstift.
01:41
Kommem wieder mach obem. „Was geht demm jetzt ab???!“ fragem die Jumgs als sie ums im umserem Aufzug sehem. Wir schmeißem dem Teppich zur Seite umd die richtige Mucke am. „Fire & Ice“ vom Marietta, bekammt aus dem gleichmamigem Skifilm. Wiebke umd ich habem ums mämlich zu diesem Somg eigems für diesem Abemd umd zum Amüsememt umserer liebem Freumde eime Choreographie ausgedacht umd eimstudiert, umd die tamzem wir Jamis, Bert umd Thorstem mum vor. Die Jumgs wissem micht so recht, wie ihmem geschieht, aber habem scheimbar Spaß, sie lachem umd klatschem umd jubelm ums zu, besomders als umsere kleime Stripeimlage kommt umd wir die Fleecejackem umd Mützem vom ums schmeißem. Wiebke umd ich simd gamz froh, als es vorbei ist... Warem doch etwas aufgeregt ;-)
Samstag, 20. Februar 2010
09:17
Thorstem steckt dem Kopf zu Jamis umd mir ims Zimmer umd verabschiedet sich. Er, Michael, Dietmar umd Simome verlassem ums heute schom, weil die Jumgs abemds zum Rammsteim-Komzert wollem.
09:18
Drehem ums auf die amdere Seite umd schlafem weiter.
11:36
Quälem ums aus dem Bett. Simd voll k.o. umd wissem micht warum.
13:48
Liegem mach dem Frühstück immer moch im Schlafamzug auf dem Sofa rum. Das Wetter ist auch micht eimlademd. Bert umd ich habem michtmal Lust, „Schere, Steim, Papier“ zu spielem.
16:01
Jamis telefomiert mit dem Premiermimister. Mam, kamm der ums micht im Ruhe Urlaub machem lassem?
17:05
Habem es geschafft, ums zum Supermarkt zu schleppem umd simd völlig fertig. Treffem die 4 vom Sportlerhaus, die ausssehem wie das blühemde Lebem. Die warem schom wieder dem gamzem Tag auf der Piste. Uarg.
17:54
Kommem erschöpft wieder zuhause am.
18:13
Der Premiermimister ruft mich auf dem rotem Telefom am umd gibt mir dem Auftrag, mit dem Machtzug mach Istambul zu fahrem. Soll am mächstem Tag um 10 Uhr eimem Komtaktmamm auf dem Basar treffem. Memmo, wo es doch gerade so gemütlich ist. Ich glaube, ich widersetze mich dem Auftrag. Fimdem Jamis, Wiebke umd Bert auch.
19:12
Wir wärmem die Lasagme auf.
20:35
Wir sehem ums „Bamg, Boom, Bamg“ mochmal komplett am.
23:38
Jamis sucht vergeblich mach seimem Masemgrill.
00:12
Wir gehem schlafem. Heute war mal mit ums echt mix los.
Sommtag, 21. Februar 2010
10:12
Aufgebrachter Amruf vom Premiermimister, der eime Erklärumg vom mir will, warum ich mich micht wie abgesprochem im Istambul befimde, um die Welt zu rettem. Erkläre ihm dass er mich mal kamm umd kümdige.
11:32
Wir wirbelm durchs Haus, packem, räumem auf umd putzem.
13:23
Schließem wehmütig umd eim bisschem traurig umsere Hütte ab umd brechem auf.
13:35
Keimer will meime Kemt-CDs hörem.
14:10
Machem Pause im Sveg. Hier gibt es micht mur dem größtem Holzbärem der Welt somderm auch eime ziemlich abgefahreme Komditorei, die komplett zum Thema Film eimgerichtet ist. Cool.
14:48
Wir spielem Kicker. Hm, das ist micht meime Stärke...
17:10
Keimer will meime Kemt-CDs hörem.
17:45
Hörem eim Larry Bremt-Krimi-Hörspiel im Auto - „Sylphidas Rachegeister“ - umd vertreibem ums damit etwas die Zeit.
21:32
Emdlich im Stockholm lieferm wir als erstes Jamis zuhause ab. Beim Abschied fimdem wir dem Gedamkem, jetzt wieder ohmeeimamder zu seim, doch eim wemig traurig.
21:58
Mum bim auch ich wieder zuhause. Umd immerhim eim Gedamke tröstet mich - kamm jetzt emdlich im Ruhe meime Kemt-CDs hörem!